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Sind Rüstungsaktien die neuen STARKEN MARKEN!?
Rheinmetall Panzer, Hensoldt Radar, ThyssenKrupp Stahl, Thales Verteidigungssysteme – seit dem Ukrainekrieg haussieren Aktien der Rüstungsindustrie an der Börse. Enorme Kurssteigerungen haben die Rüstungsfirmen auf einmal wieder salonfähig gemacht. Die Äußerungen der USA, sich tendenziell aus der Verteidigung Europas zurückzuziehen, befeuern die Kursphantasie in den Werten natürlich zusätzlich. Denn der Nachholbedarf im deutschen und europäischen Militär ist enorm – auch weil viele Lager zugunsten der Ukraine leer geräumt wurden. Die Auftragslage sollte sich für die Rüstungsbranche insofern deutlich verbessern.
Macht dies die Firmen zu den neuen STARKEN MARKEN für unseren Einzelaktien-Investmentansatz!?
Eher nein. Prüfen wir unsere Kriterien:
International bekannte Marke?
In Europa mögen die Firmennamen noch ein Begriff sein, aber eine Bekanntheit unter normalen Verbrauchern weltweit scheint unwahrscheinlich. Mit dem Bekanntheitsgrad von Marken wie Apple, Coca-Cola oder L´Oréal können Rüstungsaktien nicht mithalten.
Über Jahrzehnte hinweg berechenbares, konjunkturresistentes Geschäftsmodell?
Durch die Sonderkonjunktur „Aufrüstung“ und „Krieg“ sprudeln wohl demnächst die Gewinne in den Unternehmen, aber nachhaltig ist das nicht unbedingt. Hautabnehmer für Waffen und Militärsysteme im großen Stil sind ausschließlich Staaten. Hier fehlt die Diversifikationsmöglichkeit; zudem besteht eine hohe Abhängigkeit von politischen Entscheidungen. In USA gaben Firmen wie Boeing und Northrop Grumman schon Milliarden zur Entwicklung neuer Militärflugzeuge aus, die dann aber doch nicht abgenommen wurden. Mit dem kontinuierlich wachsenden Geschäft von Marken wie Linde, Nestlé oder Microsoft können Rüstungsaktien nicht mithalten.
Begehrlichkeit?
Klar, im Kriegsfall schon. Ansonsten eher nein. Gerade in der jüngeren Vergangenheit, in der alles auf ESG-Kriterien (Environment-Social-Governance) ausgerichtet werden sollte, waren Rüstungsaktien klare Non-Investments. Anders bei Luxusanbietern wie LVMH: Champagner und Louis-Vuitton-Taschen sind immer gefragt.
In unserem Anlagekonzept STARKE MARKEN favorisieren wir deshalb konsumnahe Titel, Versorger und IT-Werte. Konjunkturabhängige Werte wie Automobilbau und Maschinenbau unterliegen hingegen schwankenden Wirtschafts- und Nachfragezyklen und sind aus unserer Sicht problematisch. Dies gilt wohl ebenfalls für Rüstungsaktien. Zudem ist in den Kursen viel zukünftiges Potential bereits vorweggenommen. Die Unternehmen müssen die Hoffnung auf wachsende Aufträge und Gewinne nun auch bestätigen.
Hier können Sie nähere Informationen zu unseren Anlagekonzepten anfordern.
Dr. Lux & Präuner empfiehlt:
Investieren Sie in STARKE MARKEN!